4 tolle Gartengeräte, die Senioren die Arbeit erleichtern

Sie haben sich so darauf gefreut, endlich mehr Zeit für die geliebte Gartenarbeit zu haben – und nun machen sich erste körperliche Einschränkungen bemerkbar, die das Pflanzen, Pflegen, Jäten und Ernten erschweren. Damit Sie auch im höheren Alter noch Ihrem Hobby nachgehen können, gibt es Gartengeräte, die auf die speziellen Bedürfnisse von Senioren Rücksicht nehmen – und sicherlich auch jüngeren Gartenfreunden das Leben leichter machen.

Gartenhelfer für Senioren sollen mehrere Aufgaben erfüllen:

  • Die eingeschränkte Beweglichkeit berücksichtigen
  • Die nachlassende Körperkraft – zum Beispiel in den Händen – ausgleichen
  • Die Sicherheit erhöhen und Unfällen vorbeugen

Wir stellen hier vier Beispiele vor.

Teleskop-Heckenschere

Das Schneiden hoher Hecken wird selbst dann zum Problem, wenn Sie eine Heckenschere mit Elektroantrieb oder Benzinmotor einsetzen. Um eine saubere, waagerechte Oberkante zu erhalten, heißt es Leiter-rauf, Leiter-runter … Das macht den Heckenschnitt mühselig und kraftaufwendig, außerdem besteht eine hohe Unfallgefahr. Dieses Problem lösen Teleskop-Heckenscheren. Die meisten sind mit einem Elektromotor oder einem Akku ausgestattet. Ihr Griff ist ausziehbar, sodass Sie vom Boden aus noch in einer Höhe von drei bis fünf Metern arbeiten können. Der Schneidaufsatz – das Schwert – lässt sich rechtwinklig schwenken, sodass Sie auch die Oberkante hoher Hecken trimmen können, ohne auf die Leiter zu steigen.

Achten Sie beim Kauf nicht nur auf die Motorleistung, sondern auch auf einen verstellbaren, ergonomischen Griff, der Ihre Hände und Handgelenke schont. Das Gesamtgewicht sollten Sie ebenfalls berücksichtigen; die meisten Geräte wiegen ungefähr 6 kg. Es gibt einige leichtere Geräte, die in der Regel dafür jedoch weniger Leistung mitbringen.

Weitere Informationen und Ratgeber: http://www.teleskopheckenscheretest.com/

Unkrautstecher

Vor allem das Arbeiten am Boden kann für ältere Menschen zum Problem werden. Der gute alte Handstecher ist zwar preisgünstig, Sie arbeiten damit aber immer in der Hocke oder auf den Knien. Unkrautstecher mit einem langen, richtig eingestellten Stiel entfernen lästiges Unkraut genau so wirkungsvoll, erlauben aber das Arbeiten im Stehen. Die Greifkrallen werden mit dem Fuß in den Boden getrieben. Mit einem Hebel am Griff lässt sich das herausgezogene Unkraut direkt in einen Eimer oder Gartensack abstreifen, ohne dass Sie sich bücken müssen. Mit dem gestielten Unkrautstecher lässt sich auf diese Weise deutlich schneller arbeiten als mit einem Handstecher.

Viele Geräte haben sogar einen Teleskopstiel, mit dem Sie die Länge für Ihre Körpergröße individuell einstellen können. Bei einer Körpergröße von 160 cm sollte das gesamte Gerät etwa 105 cm lang sein. Sind Sie 180 cm groß, ziehen Sie den Teleskopstiel auf etwa 115 cm aus. Mit der Zeit merken Sie, welche Länge für Sie persönlich den Rücken am besten schont.

Die Klinge des Unkrautstechers sollte mindestens 25 cm lang sein, bei kürzeren Klingen bleibt oft ein Teil der Wurzel im Erdboden und kann neu austreiben. Klingen bis zu 40 cm sind effektiver, brauchen aber bei schweren Böden mehr Kraft.

Weitere Informationen: http://www.1-2-do.com/forum/taugt-ein-unkrautstecher-etwas-oder-wie-entfernt-ihr-unkraut-thema-10518.html

Rollsitz und Arbeitsbank

Wenn das Arbeiten in gebückter Haltung mühsam wird, kann ein Rollsitz helfen. Er besteht aus einem stabilen, kippsicheren Rahmen mit einer Sitzfläche in Arbeitshöhe und einer zusätzlichen Ablagefläche, auf der Sie kleine Gartengeräte, Handschuhe oder Saatmaterial unterbringen. Vier breite, große Räder ermöglichen das Rollen über Gartenwege und Rasenflächen ohne Anstrengung.

Kleine Fußbewegungen genügen, um den leichtgängigen Rollsitz anzutreiben. Bodenarbeiten wie Säen, Pflanzen, Jäten und Ernten niedriger Obst- und Gemüsesorten, das Pflegen von Blumen und Stauden können Sie gelenk- und rückenschonend durchführen, ohne sich vor dem Aufrichten fürchten zu müssen. Der Rollsitz erleichtert aber auch alle Arbeiten, die lange Wege mit sich bringen – zum Beispiel das Wässern oder das Mulchen.

Eine Alternative zum Rollsitz ist eine niedrige, transportable Arbeitsbank mit gepolsterter Sitzfläche, die umgedreht zur ebenfalls gepolsterten Kniebank wird und deren Seitenteile als Aufstehhilfe dienen.

Gartenschere mit Rollgriff

Gartenscheren gehören zu den am häufigsten benutzten Gartengeräten. Aber welche ist die „Richtige“? Ältere Menschen haben oft nicht mehr so viel Kraft in der Hand wie gewohnt. Dann hilft eine spezielle Gartenschere mit Rollgriff: Der obere Griff (auf dem der Daumen liegt) ist fixiert; der untere Griff (auf dem die Finger liegen) rollt beim Schneiden und unterstützt damit den natürlichen Bewegungsablauf der Finger. Dadurch brauchen Sie deutlich weniger Kraft. Am Anfang kommt Ihnen das Schneiden mit dieser Schere vielleicht etwas ungewohnt vor, aber schon nach kurzer Zeit spüren Sie die Vorteile: Der Rollgriff schont die Handgelenke, vor allem das Daumengrundgelenk. Außerdem rutschen die Finger nicht bei jedem Schnitt über den Griff, was bei herkömmlichen Scheren zu Blasen und Druckstellen führen kann.

Achten Sie beim Kauf auch darauf, dass sich der Öffnungswinkel der beiden Griffe verstellen lässt, damit die Schere für Ihre Handgröße individuell angepasst werden kann. Scheren mit Rollgriff haben Griffe aus Kunststoff oder mit einer Kunststoff-Ummantelung, die wärmer in der Hand liegen als Metallgriffe. Es gibt sie als Bypass-Schere (mit zwei scharfen Klingen) und als Amboss-Schere (mit nur einer Schneidklinge und einer Metallfläche als Gegenstück). Die Bypass-Schere ist besser für den Grünschnitt geeignet, die Amboss-Schere eher zum Auslichten von Sträuchern und für totes Holz.

Beispiel: http://www.fiskars.de/produkte/garten/gartenscheren/powergear-rollgriff-gartenschere-bypass-l-p94-1000574

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