5 der schönsten Wanderwege in Europa für Senioren in der Kurzvorstellung

Endlich ausreichend Zeit zum Wandern und die positiven Auswirkungen auf den Körper spüren. Wandern fordert den Bewegungsapparat, stärkt das Herz-Kreislaufsystem, regt den Stoffwechsel an und bietet dem Geist erfrischende Impulse. Für jedes Alter geeignet, denn das Tempo und die Schwierigkeit kann selbst individuell angepasst werden.

Wandern in Europa heißt: Die Lust an der Bewegung verbinden mit Besichtigung historischer Städte, spirituelle Auszeiten in interessanten Kirchen oder ein Sprung in das verlockende Nass am Wegesrand. Neue Kulturen kennen lernen, in kulinarischen Genüsse schwelgen und sich über die Gastfreundschaften freuen. Hier kommen fünf der schönsten Wanderwege in Europa.

Auf geht es nach Masuren in Polen

Streifen Sie durch die Wälder Polens und füllen Sie Ihre Lungen mit der gereinigten Luft der Kiefern, Lärchen, Tannen und Fichten. Vielleicht werden Sie dabei von einem Luchs oder Braunbär beobachtet. Polen bietet über sechshundert geschützte Naturgebiete sowie fünfzehn Nationalparks, die Wandern zum puren Erlebnis werden lassen. Neben den Wäldern finden sich weite Blumenwiesen, Felder und kristallklare Seen. Diese laden zu einer kleinen Schifffahrt oder zur Fahrt mit einem Kajak ein. Hüpfen Sie über schmale Wildbäche und erkunden Sie die kleinen Ortschaften. Diese rund einhundert Kilometer lange Wanderung, aufgeteilt auf sechs Etappen, bietet sich in der Zeit von Mitte April bis Mitte Juni oder im September und Oktober bevorzugt an. Lernen Sie dabei die zahlreichen Seen von Masuren kennen und lassen Sie sich von der wild-romantischen Johannisburger Heide verzaubern. Die Wanderung beginnt in Sztynort (Steinort) und endet in Gizycko (Lötzen). Auf der Strecke sehenswert: das Anwesen der Familie von Lehndorff, die Wolfsschanze (ehemaliges Hauptquartier von Hitler), zahlreiche Museen und die historischen Bauten in den Städtchen. Auf die kleinen Mitbringsel für die Enkel nicht vergessen.

Weitere Informationen: http://www.masuren.de/

Entdecken Sie das facettenreiche Ungarn

Zu Fuß in Ungarn heißt: Vorbei an Burgruinen, hohen Aussichtstürmen und versteckten Tropfsteinhöhlen in den Tiefen des Berges. Die Blaue Wandertour beginnt im Naturpark Geschriebenstein-Írottkő und führt auf einer Strecke von rund 1128 Kilometern quer durch das ganze Land. Die Tour endet an der Grenze zur Slowakei in Hollóháza, berühmt für seine Porzellanfraktur. Zu weit? Dann können Sie auch nur eine Teilstrecke für die Wanderung auswählen. Besonders geeignet ist die rund 370 Kilometer lange Wegstrecke in der südlichen Tiefebene Ungarns. Hier erwartet Sie die Puszta mit ihrer ansteckenden Lebensfreude, herrlichem Sonnenschein sowie einer bezaubernden Landschaft, durchzogen von zahlreichen Flüssen. Nach dem Start in Gemenc – vielleicht entdecken Sie den mäjestätischen Gemenc Hirsch – überqueren Sie in weiterer Folge die Donau, können im Vogelreservat Weiße See bei Szeged rund 280 verschiedene Vögel entdecken, durchqueren mehrere Naturschutzgebiete und Ihre Augen erfreuen sich an den architektonischen Bauten in den Städten.

Für die körperlicher Stärkung sorgen die ungarischen Köche mit verführerischen Gerichten. Die berühmte Salami, gewürzt mit ungarischem Paprika, passt perfekt in den Rucksack, für den Genuss unterwegs. Am Abend – wenn die Füße schmerzen – können Sie in einem der traditionellen Weinkeller die verführerischen Puszta Weine verkosten. Die Route endet in Körösnagyharsán.

Wandern mitten im Atlantik?! – Irland lädt Sie zur Erkundung ein


Grüne Weiten, ein kräftiges Blau am Himmel, zahlreiche Sagen und Legenden – beim Wandern in Irland können Sie wählen: Zwischen faszinierenden Wegen auf Klippen, entlang von unendlichen Sandstränden oder durch mystische Wälder und Moore. Wasserfälle am Wegesrand laden zu einer Rast ein. Beste Wanderzeit ist von März bis Oktober.

Interessant: Der Dingle Way zählt zu den schönsten Wanderrouten der Welt. Der rund 180 Kilometer lange Wanderweg beginnt und endet in der Stadt Tralee. Der Rundweg enthält keine längeren schweren Aufstiege, aber ein paar kurze Steigungen müssen eingeplant werden. Unter anderem schreitet der Wanderer entlang des herrlichen Strandes. Deswegen: Unbedingt einen Abstecher in das erfrischende Nass einplanen. Wichtig: Den Fotoapparat nicht vergessen. Begeistern Sie Ihre Lieben zu Hause mit herrlichen Panoramabildern aus Irland oder mit Fotos von viertausend Jahre alten Bienenkorbhütten. Frische Fische, Meeresfrüchte, der bekannte Eintopf Irish Stew sowie deftige Hausmannskost versorgen die hungrigen Mägen der Wanderer.

Neben dem Dingle Way bietet Irland mit dem Wild Atlantic Way ein wahres Wanderparadies. Gönnen Sie sich eine erfrischende Auszeit in Irland und kehren Sie gestärkt zurück.

Mehr Informationen: http://www.hillwalktours.de/unsere-wanderreisen/wild-atlantic-way-irland

Zur Mandelblüte nach Teneriffa

Dem grauen Winter in Deutschland ein Schnippchen schlagen und in der Zeit von Ende Jänner bis Anfang März auf die größte der Kanarischen Inseln fliegen: zur Mandelblüte auf Teneriffa. Gute Schuhe anziehen und bei dem Rundwanderweg durch die weiß-rosa Blütenpracht herrliche Aufnahmen machen. Und: Wenn Sie schon in Teneriffa sind, sollten Sie auch gleich den Rest der Insel zu Fuß erkunden.

Denn die rund dreiundachtzig Kilometer lange Vulkaninseln bietet: Tiefe Schluchten, sprudelnde Wasserfälle, das Entdecken vulkanischer Ursprünge, schwarze Lavastrände sowie das sehenswerte Teno-Gebirge und Anage-Gebirge. Besonders interessant: Masca – befindet sich im ältesten Teil der Insel und liegt in einem Vulkankrater. Wandern Sie neben aufragenden Felswänden mit bizarren Steinformationen sowie einzigartigen Pflanzenarten, wie dem Kanarischen Drachenbaum. Im Süden locken herrliche Sandstrände, das Wanderparadies findet sich jedoch vorwiegend im Norden Teneriffas. Die zahlreichen Routen sind gut beschildert und die herzhafte Küche stärkt den hungrigen Wanderer.

Oliven und Chianti – unterwegs in der Toskana

Mitten durch die Weinberge, vorbei an knorrigen Olivenbäumen, umgeben von duftenden Wildkräutern, bewacht von den säulenartigen Zypressen am Wegesrand – die Wanderung beginnt in einer der einflußreichsten Städte Italiens, in Siena. Beste Zeit diese Wanderung in Angriff zu nehmen: April bis Juni oder September bis Anfang November. In der Toskana sollten Sie ausreichend Zeit, für die Besichtigungen zwischendurch und die kulinarischen Verlockungen abseits der Wanderwege, einplanen. Den Anfang macht der Piazza del Campo, im Zentrum der Stadt Siena gelegen. Beginnen Sie erst am zweiten Tag mit Ihrer Wanderung, vom rund dreißig Kilometer entfernten Buonconvento.

Dorthin gelangen Sie einfach mit dem Zug. Nach der fünftägigen Wanderung mit täglichen Auf- und Abstiegen von rund zweihundert bis vierhundert Höhenmetern gelangen Sie schließlich nach Montepulciano. Auf dieser Strecke betört Sie nicht nur die Landschaft, sondern auch die anmutenden Klöster und die historischen Renaissance-Städte. Gönnen Sie den beanspruchten Muskeln ein erquickendes Thermalbad und Ihren Geschmacksknospen ein Schlückchen Brunello aus Montalcino.

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