Aufgepasst: Fiese Tricks im Internet, denen Senioren besonders oft zum Opfer fallen

Das Internet ist mittlerweile allgegenwärtig und bietet die verschiedensten Chancen und Möglichkeiten: Neben Online-Einkäufen lassen sich Informationen bequem von zuhause abrufen, Musik hören, Filme schauen oder E-Mails schreiben. Allerdings steckt das Internet nicht nur voller Handlungsoptionen. Auf manchen Seiten lauern auch Gefahren von fiesen Trickbetrügern, die es unter anderem vor allem auf Senioren abgesehen haben.

Das Ziel der Betrüger ist es, sich durch unterschiedliche Maschen an dem Geld ihrer Opfer zu bereichern. Wer die fiesen Tricks jedoch kennt, ist gut gewaffnet und braucht keine Angst um seine Sicherheit zu haben. Die wichtigsten acht Maschen, die Senioren besonders oft betreffen, können Sie im Folgenden nachlesen.

1. Phishing

Bei Phishing handelt es sich um E-Mails, die den Anschein haben, von der eigenen Bank zu stammen oder anderen Webseiten mit hinterlassenen Kontodaten. Dazu gehören zum Beispiel auch Amazon oder PayPal. In der E-Mail wird der Leser dazu aufgerufen, sich in dem entsprechenden Portal über einen mitgesendeten Link einzuloggen, um eine Nachricht des Anbieters zu lesen oder Änderungen vorzunehmen. Der Link führt zu einer Webseite, die aussieht wie die Seite der Bank, dieser jedoch nicht angehört.

Sobald Sie Ihre Zugangsdaten eingeben, werden sie den Tätern weitervermittelt. Diese verfügen nun über Ihre Daten. Ihre Bank oder ein Anbieter von anderen Dienstleistungen würde Sie niemals dazu auffordern, über einen Link Ihre Daten einzutippen. Öffnen Sie einen solchen Link deswegen nicht. Wenn Sie wegen angeblicher Benachrichtigungen oder Änderungsnotwendigkeiten unsicher sind, besuchen Sie die Seite über den Browser.

Phishing-E-Mails stellen nicht nur wegen der primären Datenpreisgabe über den Link eine Gefahr dar. Manchmal enthalten sie zudem Trojaner. Trojaner sind spezifische Programme, die durch das Öffnen der Mail auf dem PC installiert werden. Die Installation läuft unbemerkt ab und ermöglicht es den Tätern, zukünfte Internetbesuche zu beobachten und so weitere Zugangsdaten abzugreifen.

2. E-Mails vom „Enkel“

Neben der Telefon-Abzocke, bei der sich Täter als Enkel am Telefon ausgeben und so versuchen, Senioren einen finanziellen Schaden zuzufügen, gibt es leider auch ähnliche Maschen im Internet. Bei diesen erhalten Betroffene E-Mails, angeblich von ihren Enkeln oder anderen nahestehenden Personen.

In den E-Mails wird der Leser gebeten, Geld zu überweisen, um in einer Notsituation auszuhelfen. Allerdings handelt es sich bei dem Absender leider nicht um einen Enkel, der im Ausland am Flughafen feststeckt oder Geld für eine Operation benötigt. Stattdessen bereichern sich Betrüger mit ihrer miesen Masche an der überwiesenen Summe.

3. Wunderheilmittel aus dem Internet

Senioren sind eine gern gesehene Zielgruppe von Menschen, die verschiedene pflanzliche Medikamente als Wunderheilmittel anpreisen. Geworben wird mit einer Vielzahl von Wirkungen und einer deutlichen Verbesserung der Gesundheit. Nach der Einnahme soll das Herz wieder 20 Jahre jünger sein, der Rücken nicht mehr schmerzen, die Arthrose verschwinden und die Leistungsfähigkeit deutlich steigen.

Die angebliche gesundheitsfördernde Wirkung hat allerdings ihren Preis und wird sehr teuer verkauft. Leider handelt es sich bei diesen Mittelchen in der Regel nur um Vitamintabletten oder ähnliche weitreichend unwirksame Substanzen.

4. Einladung zur Kaffeefahrt

Obwohl Kaffeefahrten illegal sind, finden sie immer noch statt. Die Einladung flattert mittlerweile nicht mehr nur als Flyer per Post herein, sondern oft auch per E-Mail. Eine solche Kaffeefahrt klingt nach einem schönen Ausflug mit einer leckeren Tasse Kaffee und netten Unterhaltungen. Ziel der Anbieter ist es jedoch nicht, die Teilnehmenden zu bespaßen, ganz im Gegenteil.

Letztendlich steckt hinter einer Kaffeefahrt nichts anderes als eine Verkaufsveranstaltung. Den Senioren werden verschiedene Produkte vorgestellt, unter anderem auch vermeintliche Wunderpillen gegen alle möglichen Beschwerden, und teuer verkauft. Bei den überteuerten Produkten handelt es sich oftmals um schlechte Qualität, ein Umtausch ist durch das Untertauchen der Anbieter meistens nicht möglich

5. Betrug auf Amazon

Amazon bietet leider eine Plattform für Betrüger, auf die vor allem ungeübtere Käufer hereinfallen. Häufig nachgefragte Produkte werden von den Tätern besonders günstig bei Amazon reingestellt. Durch den günstigen Preis rutschen sie auf eine der ersten Plätze. Sobald Sie das Produkt kaufen möchten, bittet der Anbieter Sie per Mail, den Kauf abseits von Amazon abzuwickeln.

Nach der Überweisung trifft das Produkt jedoch niemals ein. Übermitteln Sie dem Anbieter deswegen nicht Ihre vollständige Adresse und Telefonnummer. Wenn Sie eine solche Benachrichtigung erhalten, kontaktieren Sie Amazon.

6. Gewinnspiele mit Nachspiel

Gewinnspiele im Internet gibt es viele. Sie locken mit attraktiven Preisen und guten Gewinnchancen. Bei den meisten dieser Gewinnspiele handelt es sich jedoch nicht um vertrauenswürdige Angebote. Das Ziel ist es lediglich, Daten zu sammeln. Nach der Erbeutung der Daten erhalten Betroffene regelmäßig Spamnachrichten, die sich zum Teil nur sehr schlecht abstellen lassen.

Manche Ersteller von Gewinnspielen sind besonders dreist: Sie verbinden die Bestätigung der Teilnahmebedingungen mit dem Abschluss eines kostenpflichtigen Abos. Deswegen ist es besser, auf Gewinnspiele im Internet zu verzichten.

7. Post vom Anwalt

Betrüger versuchen auf verschiedene Weisen, Viren auf die Computer ihrer Opfer zu platzieren. Eine der Möglichkeiten sind E-Mails, die gerne von einem Anwalt oder Inkassobüro stammen sollen. In der Mail wird auf einen noch offenen Betrag hingewiesen. Weitere Informationen sollen sich in der ZIP-Datei befinden. Eine solche Benachrichtigung stellt viele Leser unter Schock, so öffnen sie den Anhang erschrocken und fangen sich einen Virus ein.

Nicht immer versteckt sich diese Masche hinter einer E-Mail vom Anwalt. Manchmal tauchen auch Bestell- oder Anmeldungsbestätigungen auf. Letztendlich gilt zum eigenen Schutz die Regel: Öffnen Sie niemals den Anhang einer E-Mail, dessen Absender Sie nicht kennen.

8. Die Angst vor dem Virus

Während der Installation von kostenlosen Viren-Programmen, aber auch als Werbebanner auf einigen Webseiten, erscheint manchmal die Warnung, dass auf dem Computer ein Virus erkannt worden wäre. Die Rettung naht jedoch: Ein Link verweist auf ein kostenpflichtiges Viren-Programm, dass das Problem lösen soll. Um den Nutzer zu ängstigen und damit das Programm aufzudrängen, sind sich die Betrüger für keinen Trick zu schade. Es wird mit angeblichen Hacker-Angriffen gedroht oder eine Anzeige eingeblendet, die von einer Polizeibehörde stammen soll.
Ignorieren Sie solche Banner.

Meistens handelt es sich um Fake-Programme und eine Viren-Gefahr besteht auch nicht. Stattdessen möchte man Sie über Angst nur zum Kauf des Programmes überreden und darüber hinaus eventuell noch einen Trojaner auf Ihrem PC installieren.

Fazit: Aufklärung schützt im Internet

Internet-Betrüger haben sich mittlerweile viele dreiste Maschen einfallen lassen, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Die meisten sind dabei gut versteckt und nicht direkt ersichtlich. Wer sich jedoch etwas mit den Tricks auskennt, kann der Gefahr gut aus dem Weg gehen und sich im Internet sicher bewegen.

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