Häufige Krankheiten im Alter – Auswirkungen und Strategien, die das Auftreten hinauszögern

Lange leben wollen wir alle. Doch niemand will alt werden. Kein Wunder also, dass Anti-Aging Produkte und Tipps zur Prophylaxe heute aktueller denn je sind. Doch welches sind die typischen Risiken und Gesundheitsbeschwerden des Alters? Und wie lassen sie sich aufhalten?

Tatsächlich gehen Robert Koch-Institut und Deutsches Zentrum für Altersfragen davon aus (http://www.gbe-bund.de/pdf/Gesundh_Krankh_Alter.pdf), dass Altern ein ganz individueller Prozess ist. Vorbeugen und ein gesunder Lebensstil können sich damit „bezahlt“ machen.

Denn Stress lässt uns vorzeitig altern und kann damit der seelischen wie auch physischen Gesundheit zusetzen. Vor allem im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen scheinen Stress und Überlastung eine wesentliche Rolle zu spielen, wobei der schädliche Einfluss von Stress auf Krebserkrankungen (ausgelöst durch ein geschwächtes Immunsystem) kontrovers diskutiert wird.
Dabei stellen Herzinfarkte und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach wie vor die Todesursache Nummer 1 dar, während Tumore und andere Krebserkrankungen erst auf Platz 2 rangieren.

Wie der „blaue Dunst“ uns viele Jahre kostet

Beiden ist dann ein Risikofaktor gemein: So gehen verschiedene Studien davon aus, dass uns der Tabakgenuss bis zu 10 Jahre unseres Lebens rauben kann. Denn neben Krebserkrankungen (unter anderem Lungen- und Bronchialkrebs) kann der blaue Dunst auch Herzinfarkte und Schlaganfälle begünstigen, da durch das Rauchen die Gefäße verengt werden. Zusammen mit einem möglichen Mangel an Bewegung sowie Stress und Übergewicht entsteht dann ein Teufelskreis, der fatal ist.

Selbst eine Degeneration der Netzhaut wird durch das Rauchen begünstigt. Generell sind altersbedingte Sehstörungen keine Seltenheit. Millionen ältere Menschen sind davon betroffen: „Dabei gehören die altersbedingte Makuladegeneration, Grauer und Grüner Star zu den häufigsten Augenerkrankungen bei älteren Menschen“, erklärt Prof. Dr. Daniel Meller, Direktor der Jenaer Augenklinik am Universitätsklinikum.

Tatsächlich scheint gerade die Makuladegeneration, eine Netzhauterkrankung, auf dem Vormarsch (https://www.uni-jena.de/Mitteilungen/PM160422_UKJ_AbendVL.html) und gilt heute eine der Hauptursachen für eine mögliche Erblindung im Alter.

Dabei nimmt die Sehleistung bei den meisten Menschen bereits ab dem 40. Lebensjahr ab. Hier spielen Alterungsprozesse, die im Auge selbst stattfinden, eine ganz entscheidende Rolle. Zudem bringen aber auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes unser Augenlicht in Gefahr.

Diabetes & Cholesterinwerte

Nicht umsonst wird Diabetes Typ 2 auch Altersdiabetes genannt, wenngleich dieser Begriff heute nicht mehr ganz korrekt scheint. Denn immer mehr junge Menschen sind betroffen.
Allerdings nimmt gerade im Alter die Insulinempfindlichkeit der Zellen ab. Damit steigt der Blutzuckerspiegel an, was dann den gesamten Organismus vor ein Problem stellt. So drohen bei Diabetes Typ 2 zahlreiche Folgeerkrankungen wie Schädigungen der Augen und Nieren. Auch das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle kann noch einmal ansteigen.

Das gilt auch dann, wenn durch zu hohe Cholesterinwerte eine Arterienverkalkung ausgelöst wird. Schließlich können die Durchblutungsstörungen Organe wie das Herz nachhaltig schädigen.

Herzinsuffizienz & Co.

Mögliche Folgen sind Schmerzen im Brustkorb, die auf eine Angina pectoris oder Herzinsuffizienz hindeuten. Eine Krankheit, die in Deutschland weit verbreitet ist. Und das bei beiden Geschlechtern.

Als mögliche Ursache gilt ein zu hoher Blutdruck, der nicht rechtzeitig behandelt und auf korrekte Werte eingestellt wurde. Doch auch Probleme an den Schilddrüse, ein übermäßiger Alkoholgenuss oder Diabetes können eine Herzschwäche auslösen. Damit greift ein Rad ins andere und kann ein unbehandeltes Problem zum nächsten führen.

Die Deutsche Herzstiftung geht übrigens davon aus, dass keine Herzkrankheit und kein Herzinfarkt aus heiterem Himmel kommt. Eine falsche Ernährung (= zu viele Kalorien, zu viel Fett und Zucker), aber auch Stress und Bewegungsmangel gehören zu den Risikofaktoren, die jede und jeder von uns selbst in der Hand hat. Wichtig sei zudem ein regelmäßiger Check-up, zumal dann, wenn eine familiäre Disposition für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekannt ist.

Die Beweglichkeit lässt nach

Natürlich gibt es aber auch jene Momente, die wir selbst nicht in der Hand haben. So fordert auch die lebenslange Belastung ihren Preis. Arthrose ist damit mit fortschreitendem Alter keine Seltenheit. Vor allem Knie und Wirbelsäule leiden. Auch abhängig davon, welchen Beruf wir ausgeübt haben.

Auch Rheuma (Experten sprechen von einem rheumatoiden Formenkreis, zu dem auch die Gicht zählt) kann die Beweglichkeit einschränken. Ebenso können Senioren von Atemproblemen ausgebremst werden.

Chronische Bronchitis und mehr

Dabei sind, einmal mehr, vor allem aktive oder ehemalige RaucherInnen von einer chronischen Bronchitis betroffen. Etwaiger Husten oder gar Auswurf sollten auf jeden Fall abgeklärt werden.
Neben organischen Veränderungen im Alter darf auch eine nachlassende geistige Fähigkeit nicht verneint werden. Auch der Begriff Demenz umfasst dabei über 50 verschiedene Erkrankungen, die als degenerativer Prozess im Hirn ablaufen. Damit kann, letzten Endes, ein Verlust der kognitiven Fähigkeiten (nachlassendes Gedächtnis, Verlust der Orientierung etc.) verknüpft sein.

Auch Wesensveränderungen stellen keine Seltenheit dar. Zum Teil scheint eine genetische Disposition (Vererbung) denkbar. Doch die Ursachen der Demenz sind vielfältig und bis heute nicht abschließend geklärt.

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